Geht es um Plastik, so scheiden sich auch im Feng Shui etwas die Geister. Traditionsorientierte Feng Shui Schulen argumentieren, dass Plastik keinem der fünf Elemente zugeordnet werden kann, da es in der Natur nicht vorkommt, und dass es als weitgehend oder komplett künstliches Material kaum oder keine natürliche Vitalität besitzt. Demzufolge repräsentiert es Sha Chi -also negatives Chi- und ist daher bei der Verbesserung des Energieflusses in einem Raum eher abträglich. Andere Schulen hingegen ordnen Plastik und Kunststoffe dem Element Feuer zu und gehen dementsprechend damit um. Zusamenfassend kann davon ausgegangen werden, dass gerade in westlichen Kulturen grundsätzlich ein starkes Übergewicht an Plastik vorhanden ist, und dass dieses -von einigen wenigen Sonderfällen abgesehen - vermindert statt konsolidert werden sollte.
Besonders deutlich wird dieser Überschuss, wenn Plastik mehr zu ästhetischen als zu praktischen Zwecken dient. So finden sich in Büro und Wohnzimmer nicht selten allerlei Gebrauchs- und Schmuckgegenstände, die durchaus auch aus Naturstoffen gefertigt sein könnten. Müllkörbe und Bleistifthalter aus Plastik etwa können in den meisten Fällen jederzeit durch entsprechende Gegenstände aus natürlichen Materialien wie Metal, Holz, Ton oder Glas ersetzt werden, Terminkalender können statt mit Plastik mit Leder oder Stoff überzogen, und Fussmatten und Abtreter aus Sisal gefertigt sein. Sollten Blumen aus Plastik -aus welchen Gründe auch immer - unausweichlich sein, so stehen sie besten in Glas- bzw. Kristallbehältern stehen oder, besser noch, durch aus Seide gefertigte Blumen ersetzt werden. Nach und nach entsteht so eine ausgeglichenere Umgebung, in der es sich produktiver arbeiten und entspannter pausieren lässt.
Feng Shui und Plastik